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Fissurenversiegelung

Karies gehört nach wie vor zu den häufigsten Erkrankungen der Bevölkerung. Besonders gefährdet sind hierbei die Kauflächen der großen bleibenden Backenzähne (Molaren) in den Jahren unmittelbar nach dem ZahndurchAssistenz bei einer Fissurenversiegelungbruch. Diese Zähne weisen ganz besonders viele sogenannte Fissuren auf. Als Fissur bezeichnet man die Grübchen im Kauflächenrelief der Seitenzähne. Die Zähne weisen in der Regel eine Hauptfissur auf, die in Längsrichtung verläuft und deswegen Längsfissur genannt wird. Analog dazu bezeichnet man die vielen kleineren quer verlaufenden Fissuren als Querfissuren. Da diese Fissuren schwer zu reinigen sind, ist zur Prävention von Karies eine Fissurenversiegelung sinnvoll.
Die präventive Versiegelung (Fissurenversiegelung) soll davor schützen, dass sich Speisereste in den Vertiefungen des Zahnes festsetzen, dort schlecht mit der Zahnbürste entfernt werden und auf der Zahnoberfläche befindliche kariöse Bakterien Nährstoffe zur Säureproduktion liefern. Als Versiegelungsmaterial bei der Fissurenversiegelung haben sich lichthärtende dünn fließende Kompositmaterialien auf Acrylatbasis (Kunststoffe) bewährt, denen teilweise Füllstoffe zugesetzt werden, von denen wiederum einige Fluoride freisetzen, die die Entstehung von Karies hemmen sollen. 

Effektivität einer Fissurenversiegelung als Zahnversiegelung

Die Effektivität hängt von der adäquaten Verarbeitung ab. Wasserzutritt und falsches Dimensionieren der Versiegelung führt zu fehlerhaften Versiegelungen und sind dann nicht mehr als präventive Maßnahme zu werten. Gehen Fissurenversiegelungen verloren, was durch Abnutzungserscheinungen durchaus denkbar ist, fehlt dann auch der gewollte Schutz. Durch regelmäßige Kontrollen bei der Routineuntersuchung können Fehlstellen entdeckt und wieder neu versiegelt werden. Dadurch ist diese Art der  Kariesprävention bei intakter, adäquater Fissurenversiegelung ein sicherer Weg. Die Versiegelung muss regelmäßig im Rahmen der Individualprophylaxe auf Intaktheit überprüft werden. Bei Beschädigungen ist sie instandzusetzen oder zu erneuern. Eine Zahnversiegelung kann die allgemeinen Prophylaxemaßnahmen, wie Fluoridierung, zahngesunde Ernährung und häusliche Mundhygiene, in keinem Fall ersetzen, da durch die Versiegelung nur die Fissuren geschützt werden, jedoch nicht die übrige Zahnoberfläche. Eine Untersuchung stellte eine Kariesreduktion von 95 % über 10 Jahre fest, für den Fall, dass jedes Jahr 2–4 % der Versiegelungen repariert werden.

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