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Protrusionsschiene

Bei einer Protrusionsschiene (von lat. protrusio „Vorschieben, Fortstoßen“) handelt es sich um ein einstellbares Schienensystem zur Therapie des Schnarchens. In diesem Zusammenhang wird auch von der „Schnarcher-Schiene“ gesprochen.

Protrusionsschiene gegen Schnarchen

Im Zusammenhang mit dem Schlaf gibt es über 70 Erkrankungen. Sie werden folgerichtig als "schlafbezogene Atmungsstörungen" (SBAS) bezeichnet. Zu den wichtigsten schlafbezogenen Atmungsstörungen gehören das primäre Schnarchen (PS) und die obstruktive Schlafapnoe (OSA). Sie führen zu einem nicht erholsamen Schlaf mit morgendlicher Abgeschlagenheit. Diese Patienten sind im besonderen Maße einschlaf- und auch unfallgefährdet, im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz.

Es gibt mehrere schlafbezogene Erkrankungen, die gerade durch zahnärztliche Methoden sehr gut zu therapieren sind. Dies sind:

  • ·         das reine Schnarchen (ohne gehäufte Atemaussetzer)
  • ·         das sogenannte obstruktive Schnarchen (eine Vorstufe zur eigentlichen obstruktiven Schlafapnoe)
  • ·         die obstruktive Schlafapnoe (mit gehäuften Atemaussetzern und Schnarchen)
  • ·         der Bruxismus

Das reine Schnarchen wird häufig unterschätzt. Das Schnarchen hat nicht nur häufig psycho-soziale Folgen, wie dem "Auswandern" des Schlafpartners aus dem Schlafzimmer, mit nachfolgenden Ehe- und Beziehungsproblemen. Sondern ausgeprägtes Schnarchen führt zu Schlafstörungen und Schädigungen des Gehörs, auch beim Schlafpartner. In epidemiologischen Studien hat sich gezeigt, dass Personen, die unter unbehandeltem obstruktivem Schnarchen leiden, ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Bluthochdruck (Hypertonie), Schlaganfall und Herzinfarkt haben. Es gibt starke Hinweise darauf, dass ausgeprägtes Schnarchen über die Vibrationen zu einer lokalen Neuropathie (Erkrankungen des peripheren Nervensystems) führen kann, die ihrerseits wiederum gesundheitlichen Probleme verstärken kann.

Schnarcher-Schiene (Protrusionsschiene) im Einsatz

Eine Kiefer-Protrusionsschiene hält den Unterkiefer im Schlaf in einer festen Lage, sodass die Zunge nicht zurückfallen und die Atemwege blockieren kann. Die meisten Patienten kommen mit der Protrusionsschiene gut zurecht, und der Wirkungsgrad ist hoch. Protrusionsschienen erreichen, dass der Unterkiefer über Nacht in einer vorgeschobenen Position gebracht und dort gehalten wird. Auf diese Weise werden auch die Zunge und alle anhängenden Gewebe vorverlagert und zusätzlich eine vorteilhafte Muskelspannung erzeugt. Das bewirkt insgesamt die Erweiterung des hinteren Zungenraumes und einen nachhaltigen Effekt auf die Durchgängigkeit der Atemwege. Dieser Schieneneffekt auf das obstruktive Schnarchen stellt sich sehr regelmäßig ein. Bei leichten bis mittelgradigen Apnoe-Fällen oder generell bei Patienten, die diese Geräte nicht verkraften, kann dann auf eine Überdruckbeatmung verzichtet werden.

Eine genaue Diagnose und Beratung, ob eine Schnarche-Schiene Ihnen helfen kann, erfolgt am besten durch Ihren Hauszahnarzt.

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