Zahnfleischschwund frühzeitig erkennen und stoppenDer Rückgang des Zahnfleisches (Gingivarezession) gehört zu den gefürchteten Diagnosen beim Zahnarztbesuch. Außerdem kann der Zahnfleischrückgang ein Indiz für eine marginale (vom Zahnfleischsaum ausgehende) Parodontitis sein. Typische Symptome wie ästhetische Beeinträchtigung, starker Mundgeruch und sich verschiebende Zähne sind die Folge. Von dieser Symptomatik werden schwere Erkrankungen Herzinfarkt oder Schlaganfall begünstigt.

Eine Parodontitis frühzeitig zu erkennen ist nicht unproblematisch, weil sie oft über einen langen Zeitraum schmerzlos und deswegen unbemerkt verläuft. Vor allem dann, wenn kontinuierliche Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt nicht wahrgenommen werden.

 

Informationen zum Zahnfleischrückgang

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Es gibt zwei allgemeine Ursachen für Zahnfleischschwund

1. Infektion (wie Gingivitis) oder Parodontitis: In diesem Fall kann das Zahnfleisch eine dunklere rote, blaue oder violette Farbe haben, es kann intermittierend bluten, wenn Sie Zähneputzen - dies kann von Person zu Person variieren. Aber wirklich die einzige Möglichkeit der sicheren Diagnose für Ihren Zahnarzt, sind Messungen mit einer periodontalen Sonde und Röngtenaufnahmen.

2. Eine anatomische Ursache, die Fenestrationen im Knochen genannt wird: Die Position des Zahnes im Kieferknochen kann bedeuten, dass es Bereiche auf den Wurzeln einiger Zähne gibt, die überhaupt von keinen Knochen bedeckt werden.
Es gibt eine angemessene Variabilität von Zahn zu Zahn und Person zu Person, weshalb es wichtig ist, Ihren Zahnarzt zu sehen, um Ihr Zahnfleisch zu messen und auf Zahnfleischrezession zu prüfen. Mittels unserer neuen 3D-Röntgengeräte bekommen wir einen viel besseren Einblick in diese Probleme als mit anderen Röntgengeräten.

Die Behandlung für Zahnfleischrückgang? Wie kann man den Zahnfleischrückgang stoppen?

Behandlung von zurückweichenden Zahnfleisch würden wir zunächst prüfen, ob es Zahnfleischerkrankungen oder Infektionen und würde sich mit dem ersten. Stoppen Sie die Infektion und wir stoppen die Zahnfleischrezession. Natürlich, je früher dies geschieht, desto größer sind unsere Chancen, die Zähne zu retten.
Wenn die Zahnfleischrezession aus anatomischen Gründen verursacht wird, gibt es Optionen zur Regenerierung oder Pfropfung von Zahnfleisch-Gewebe.

Das neue Zahnfleisch wird sich an den Zahn anhängen, aber mit nicht so sicherer Befestigung wie das ursprüngliche Zahnfleisch. Es wird fragiler und anfälliger für Rezession, als das ursprüngliche Zahnfleisch.
Grundsätzlich sollte man seinen Zahnarzt bezüglich Schmerzen, und insbesondere freiligende, offene Zahnhälse fragen, aber man kann durchaus auch selber handeln.

Neben einer intensiven Mundhygiene empfehlenswert:

  • antibakterielles Mundwasser gegen Karies, Paradontose, Zahnbelag und Zahnstein benutzen, denn damit bekämpft man Aktiv die Bakterien
  • Zahnseide benutzen
  • regelmäßig die Zähne putzen
  • Kontrollbesuche beim Zahnarzt machen
  • professionelle Zahnreinigung
  • gesunde Ernährung
  • möglichst Rauchen vermeiden, denn dadurch wird das Zahnfleisch weniger gut durchblutet

Prävention ist die beste Medizin:
Es erst gar nicht zum Zahnfleischrückgang kommen lassen

Auch wenn es eigentlich naheliegend erscheint, bemerken viele Patienten das Problem erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Klassische Karies- und Parodontitis-Präventionsmaßnahmen verhindern freiliegende Zahnhälse auch im hohen Alter. Ein regelmäßiges, gründliches Zähneputzen gehört genauso dazu wie ein jährlicher Vorsorge-Checkup beim Zahnarzt.